Kleine Wilde

Die Wildtier-Auffangstation des NABU Rhein-Sieg wächst und wächst, sie ist ein echtes Erfolgsprojekt. Viele junge, verletzte oder kranke Tiere konnten bereits aufgepäppelt und in die Freiheit entlassen werden. Jedoch steigt auch die Zahl der Patienten. Daher kümmern sich die Mitglieder des Arbeitskreises "Kleine Wilde" um die Schützlinge.

 

Der NABU betreibt die „Erste Hilfe für Wildtiere in Not“ nicht in einer klassischen Auffangstation, sondern mehr als „Agency“. Bei Anruf (lieber WhatsApp oder SMS) vermittelt Manuela Giannetti gerne Ansprechpartner und Profis, gibt Tipps basierend auf vielen Jahren Erfahrung und ihrer Ausbildung als Biologin, sagt aber auch klar, wenn sie selber nicht helfen kann und Tierärzte oder die Feuerwehr eingreifen sollten.

 

"Natürlich nehme persönlich durchaus Tiere zum Aufpäppeln auf (solange Raum und Zeit dies zulassen), suche aber darüber hinaus ständig Menschen und Stationen, die dabei helfen", so Manuela Giannetti.

 

Wenn Sie also Fragen haben oder für sich in diesem Pool eine Position sehen, können Sie sich gerne melden - auch wenn Sie nur Platz für einen Karton und einen Igel haben. Entweder direkt bei Manuela Giannetti oder über das Kontaktformular.

Manuela Giannetti

E-Mail: giannetti-strick@t-online.de

Telefon: 0171-3665613

Wildtier-Auffangstation

Eine Anleitung zur Wildtierhilfe

Ihr Wissen und ihre Erfahrungen hat Manuela Giannetti in einem kleinen Buch zusammengefasst. In „Hilfe für die Kleinen Wilden“ finden Sie erste Informationen, wie den Tieren am besten geholfen werden kann. Sie können das Büchlein über den Shop oder direkt bei Manuela Giannetti erwerben. Mit dem Kauf unterstützen Sie ihre wichtige Nothilfearbeit.

Immer wieder können freilebende Wildtiere in Not geraten. Die jungen Igel etwa, deren Mütter im Straßenverkehr ums Leben gekommen sind oder die kleinen Eichhörnchen, die verlassen am Boden sitzen. Natürlich befinden sich Jungtiere, die bei einem Spaziergang gefunden werden, nicht immer tatsächlich in Not. Man sollte sie im Zweifelsfall zunächst in Ruhe lassen, beobachten und vor allem nicht anfassen. Vermeintlich hilflose Jungtiere wie Hasen, Füchse oder gar Rehkitze werden von den Elterntieren meist weiterhin gefüttert und versorgt.

 

Finden Sie aber verletzte, hilflose oder sichtbar kranke Tiere, so dürfen Sie diese nach der geltenden Rechtslage (außer bei jagdbaren Tierarten) an sich nehmen, um sie gesund zu pflegen und anschließend wieder freizulassen.

 

Besser allerdings, Sie holen sich Rat bei Natur- und Tierschutzvereinen oder geben diese Tiere gleich in spezielle Einrichtungen, in denen sie gesund gepflegt werden.

 

Manuela Giannetti: "Ich gebe hier meine Erfahrungen gerne weiter, bestehe weder auf Vollständigkeit noch auf Ausschließlichkeit meiner Vorgehensweise, sondern möchte lediglich Hilfe zur Selbsthilfe oder zum Erkennen beitragen, wenn 'professionelle' Hilfe notwendig ist".

 

Hannegret Krion, Vorsitzende der Kreisgruppe, macht deutlich, dass "der NABU Rhein-Sieg es als wichtige Aufgabe sieht, dieses Angebot als Beitrag zum Tierschutz im Rheinland zu leisten. Da wir auch nur einen Teil der vielen verschiedenen Wildtierarten aufnehmen können, suchen wir ständig den Kontakt zu erfahrenen, sachkundigen Pflegestellen und sind dankbar für alle Tierfreunde, die bei der Pflege helfen können."