Meisennest

Blaumeise
Blaumeise
Kohlmeise
Kohlmeise

 

Der Naturschutzbund (NABU) nahm in diesem Jahr (2016) wieder am Herbstfest beim Fernsehgärtner Rüdiger Rammes teil. Am NABU-Infostand sowie bei der Herstellung von Apfelsaft bestand reges Interesse der Besucher.

An unserem Stand sprach mich eine Dame auf ein unbekanntes Vogelnest an. Sie hätte schon alle Möglichkeiten ausgeschöpft und würde gerne wissen, um welches Vogelnest es sich hier handelt. Kurze Zeit später schickte sie mir Fotos. Das Nest wurde in einem Vogelhaus gefunden. Größe 12 cm Durchmesser, 9 cm Tiefe.

Nach einigen Nachfragen bekam ich den Tipp, doch einmal das Museum König in Bonn anzuschreiben. Nach Versenden meiner Email erhielt ich ein paar Tage später die Antwort des Ornithologen, Dr. Till Töfer, der mir schrieb, dass es sich bei dem Vogelnest sehr wahrscheinlich um ein Meisennest handelt. Dafür würde auch der Fundort in einem Nistkasten sprechen, der ja von Meisen als Höhlenbrüter gern angenommen wird. Die Erbauer waren entweder Blau- oder Kohlmeisen, deren Eier nicht einfach auseinander-zuhalten seien, wobei die dicke Schicht Tierhaare eher für Kohlmeisen sprechen würde. Die Nestkonstruktion aus Moos und der Überbau von Haaren ist häufig bei Meisen zu finden, allerdings ist die Ausstattung des Nestes immer von der Verfügbarkeit eines bestimmten Nestmaterials abhängig, so dass selbst Nester einer Art lokal verschieden aussehen könnten. (Birgit Simon, 12/2016)