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NABU startet Wiesenprojekt auf Burg Blankenberg

Nach einiger Zeit theoretischer Treffen und Online-Meetings während des Lockdowns konnte der NABU Rhein-Sieg nun endlich am Samstag, 6. Juni, wieder mit der aktiven Arbeit beginnen.

 

Es wurde eine Zusammenarbeit zwischen der Stadt Hennef und dem NABU Rhein-Sieg vereinbart. Ziel ist es, eine Fläche auf Burg Blankenberg, die bisher von Brombeergestrüpp und Brennnesseln dominiert wurde, zu einem Paradies für Insekten zu entwickeln. Pflanzen wie Oregano, Wilde Möhre, Natternkopf, Wiesen-Salbei, Margerite und Wiesen-Flockenblume sind wie ein reich gedeckter Tisch für viele Insekten und sehen nebenbei noch fantastisch aus. Hier kann sich der NABU-Arbeitskreis "Insektenschutz" in Zukunft austoben.

 

Zunächst wurden die Brombeeren, die in dem hohen Gras einen Platz zur Ausbreitung gefunden hatten, in mühseliger Handarbeit ausgerissen. Sie sollten nicht mit dem Gras gemäht werden, weil dieses für Heu genutzt wird. Anschließend erfolgte die Mahd. Eine Woche später wurde das trockene Gras zusammen gerecht und auf einen Anhänger geladen. Das Heu wurde zu einem nahegelegenen Pferdehof gefahren und dort zu Ballen gepresst.

 

Dank vieler fleißiger Helfer*innen machte die Arbeit allen Spaß und war zudem schnell erledigt. Diese Arbeit auf der Burg Blankenberg hat auch dazu geführt, dass zwei neue NABU-Mitglieder aktiv mitgeholfen haben. "Allein die Aussicht hier oben macht die Arbeit zu etwas Besonderem. Die Kombination aus Naturoase, Denkmal und Touristenziel ist einzigartig und bietet viele Möglichkeiten", sagte Roland Steinwarz vom NABU Rhein-Sieg.

 

Neben der Entwicklung einer Blumenwiese möchte der NABU ein Insektenhotel bauen und die Besucher mit einer Infotafel über die Bewohner der Wiese informieren. Dies soll das Ensemble von historischer Burg, faszinierendem Kräutergarten und der bereits artenreichen Ziegenwiese um ein weiteres Highlight bereichern.