Hilfe für Wildtiere in Not

Liebe Wildtierfreunde,

immer wieder geraten Wildtiere in Not. Ein Großteil der aufgefundenen Tiere werden letztendlich durch menschliches Handeln in diese lebensbedrohliche Situation gebracht. Dabei ist nicht jedes Tier auf menschliche Hilfe angewiesen. Im Zweifelsfall ist Ihr Handeln aber entscheidend. Holen Sie sich Rat bei Natur- und Tierschutzvereinen oder geben Sie diese Tiere gleich in speziellen Einrichtungen ab, in denen sie gesund gepflegt werden. Es gibt Auffang und Pflegestationen auch für (Greif-) Vögel im Rhein-Sieg Kreis und Köln. Sie ist ein wichtiger Beitrag zum Tierschutz im Rheinland. Bitte beachten Sie bei jagdbaren Tierarten wie Reh, Fuchs oder Hase, dass der zuständige Jagdausübungs-berechtigte informiert werden muss (Kontakt über die Stadtverwaltung oder die Polizei).

Erstversorgung eines "Tieres in Not"

Finden Sie ein hilfsbedürftiges Wildtier, kontaktieren Sie bitte eine Wildtier-auffangstation. Die erste Hilfe ist mit wenigen Ausnahmen¹ bei allen Wildtieren gleich:

  •  Ihre eigene Sicherheit nicht außer Acht lassend, sichern Sie das Tier in einem mit Luftlöchern versehenen Karton oder einer Transportbox.
  • Ein Handtuch schützt das Tier vor Licht und Geräuschen; sichert es und hält es warm.
  • Sorgen Sie für eine zusätzliche Wärmequelle¹. Dafür legen Sie eine Wärmflasche oder PET-Flasche mit handwarmem Wasser gefüllt und mit einem Handtuch umwickelt in den Karton.

Wichtig: Die Wärmequelle darf weder auslaufen noch verrutschen und das Tier muss die Möglichkeit haben auszuweichen! Finden Sie ein Jungtier, dann halten Sie unbedingt nach weiteren Geschwistern Ausschau!

 

¹) Ausnahmen:

Keine Wärmequelle bei Feldhasen, Vögeln mit Schädel-Hirn-Trauma oder Wildtieren mit Fliegeneier- und/oder Madenbefall!


Wohin mit dem Wildtier?

 

Finder verletzter, hilfloser oder kranker Tiere werden in den seltensten Fällen in der Lage sein, diese gesund zu pflegen. Bitte bringen Sie generell keine Tiere ohne vorherige telefonische Absprache vorbei. Hier ein paar Möglichkeiten professionelle Hilfe zu finden:

 

1. Tierschutz für den Rhein-Sieg-Kreis e.V. Tierheim Troisdorf, Siebengebirgsallee 105
    53840 Troisdorf  Telefon: 02241-1277700 (Montag - Freitag 9-12 Uhr)

 

2. BUND Wildvogelhilfe Rhein-Sieg (Uckerather Straße 10, 53783 Eitorf, Tel.: 02243-8473555) :

    https:// www.bund-nrw.de/themen/vogelschlag-an-glas/hintergruende/bund-wildvogelhilfe-rhein-sieg/

 

3. Greifvogelschutzstation Gut Leidenhausen:

    https://www.gut-leidenhausen.de/angebote/greifvogelschutzstation/

    Auffangstation für Igel, Singvögel und Bilche: Tel.: 02203-1869359

    https://www.gut-leidenhausen.de/projekte/wildtierstation/

 

4. Die Wildvogelhilfe Rheinland nimmt verletzte und kranke Vögel auf. Sie wird geleitet von Frau Bornstein, vom BUND Rhein-Sieg und befindet sich bei Eitorf. Die Station zieht im Laufe des Jahres 2026 nach Bornheim um. Vögel sollten nur nach Absprache dort abgegeben werden. In vielen Fällen ist ein Tierarzt die beste Hilfe.

Vorsicht bei Jungvögeln: Diese können oft nach Verlassen des Nestes noch nicht richtig fliegen und sind etwas unbeholfen,  doch sollte man sie in Ruhe lassen, denn gut gemeintes Eingreifen kann erheblich schaden!

Weitere Infos, Erste-Hilfe-Tipps und Kontaktmöglichkeiten auf www.wildvogelhilfe-rsk.de

Vogel-Notruf: 02243 8473555;  https://www.facebook.com/groups/Wildvogelhilfe/

 

5. Über den Eichhörnchen-Notruf erhalten Sie Hilfe für hilfsbedürftige Eichhörnchen. Zwar kann auch hier nur eine begrenzte Zahl Patienten aufgenommen werden, doch unterstützen Sie die Eichhörnchenfreunde mit Rat und Tat bei der Vermittlung und Pflege.

www.eichhörnchenfreunde.de

 

6. www.rehkitzhilfe.de

 

7. Rhein-Sieg Kreis Kleine Wilde: Tel.: 02645-9776112

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Wissenwertes bei der Abgabe von Wildvög
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