Wildtierauffangstation des NABU Rhein-Sieg

pflegen • betreuen • versorgen • auswildern

Liebe Tierfreunde,

immer wieder können freilebende Wildtiere in Not geraten. Die jungen Igel etwa, deren Mütter im Straßenverkehr ums Leben gekommen sind oder die kleinen Eichhörnchen, die verlassen am Boden sitzen. Aber nicht immer befinden sich Jungtiere, die bei einem Spaziergang gefunden werden, auch tatsächlich in Not und bedürfen unserer Hilfe. Wir sollten daher das Tier im Zweifelsfall zunächst in Ruhe lassen und möglichst nicht anfassen. Vermeintlich hilflose Jungtiere wie Hasen, Füchse oder Rehkitze werden von den Elterntieren meist weiterhin gefüttert und versorgt.

 

Finden Sie aber verletzte, hilflose oder kranke Tiere, so dürfen Sie diese nach der geltenden Rechtslage (außer bei

jagdbaren Tierarten) an sich nehmen, um sie gesund zu pflegen und anschließend wieder freizulassen. Besser allerdings, Sie holen sich Rat bei Natur- und Tierschutzvereinen oder Sie geben diese Tiere gleich in spezielle Einrichtungen, in denen sie gesund gepflegt werden. So gibt es vom NABU Rhein-Sieg eine Auffang- und Pflegestation für Säugetiere als Ergänzung zu den verschiedenen Auffang- und Pflegestationen für (Greif)-Vögel im Rhein- Sieg-Kreis und Köln. Sie ist ein wichtiger Beitrag zum Tierschutz im Rheinland.

Die Wildtierauffangstation

Grundsätzlich werden Neuzugänge durch den Finder nach telefonischer Ankündigung zur Station gebracht. In Ausnahmefällen kann eine Abholung durch Mitarbeiter der Station erfolgen.

 

Wichtiger Hinweis: Die Auffangstation ist kein Tierpark! Es besteht daher keine Besuchsmöglichkeit.

Erstversorgung eines "Tieres in Not"

Wenn sie ein verletztes oder hilfloses Säugetier finden, so setzen Sie es in einen Karton mit Decke oder Wärmflasche, so dass das Tier nicht auskühlt … Stellen Sie den Karton in einen ruhigen, dunklen Raum. Eventuell bieten Sie dem Tier Fencheltee oder abgekochtes Wasser an. Viele Tiere haben zu wenig Flüssigkeit bekommen.

Wohin mit dem Tier?

Finder verletzter, hilfloser oder kranker Tiere werden in den seltensten Fällen in der Lage sein, diese gesund zu pflegen. Mit der Wildtierauffangstation des NABU wird daher eine adäquate Aufnahmestelle für Säugetiere angeboten.

Professionelle Hilfe garantiert

Bei der Pflege von Wildtieren steht die Qualität der Pflege an erster Stelle. Wildtiere müssen auch in menschlicher Obhut wie Wildtiere behandelt werden. Diesem Grundsatz wird die Arbeit der NABU Auffangstation gerecht. Fachlich geschultes und erfahrenes Personal kümmert sich um die Tiere und arbeitet eng mit Tierärzten zusammen. Der Betrieb der Wildtierauffangstation erfolgt auf Grundlage des §45 Abs. 5 Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG), wonach es vorbehaltlich jagdrechtlicher Vorschriften zulässig ist, verletzte, hilflose oder kranke Tiere besonders geschützter Arten aufzunehmen, um sie gesund zu pflegen und anschließend wieder frei zu lassen. Bei jagdbaren Arten (Reh, Fuchs, Hase) muss unbedingt der zuständige Jagdausübungsberechtigte informiert werden (Kontaktdaten über Polizei oder Stadtverwaltung).

Ansprechpartner

Dr. Manuela Giannetti

Dr. Holger Strick

Rebecca, Felicitas und Franziska Niebuhr

Kontakt

E-Mail: Giannetti-Strick@t-online.de

 

Telefon: 0171-3665613

Medien

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Flyer der Wildtierauffangstation
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