Ansprüche - Orchideenwiesen in Käsberg


Das gefleckte Knabenkraut (Dactylorrhiza maculata)
Das gefleckte Knabenkraut (Dactylorrhiza maculata)

Meist stehen sie Ende Juni in voller Blüten: die prachtvollen Orchideenwiesen mit dem gefleckten Knabenkraut in Eitorf.  Der NABU Rhein-Sieg besitzt in Eitorf-Käsberg eigene und gepachtete Wiesen, auf denen das Knabenkraut Dactylorhiza maculata prächtig gedeiht. Das gefleckte Knabenkraut hat Ansprüche. Leicht feuchter und leicht saurer Boden sind die Voraussetzung für gutes Gedeihen. Besonders wichtig sind die Mähzeiten. Erst muss das Knabenkraut seine Samen ausgebildet haben, dann kann gemäht werden. Das ist erst im Juli oder August oder später sinnvoll. Liebe Leute, grabt die Pflanzen nicht für Euren Garten aus, dort wachsen sie nicht. Sie brauchen bestimmte Pilze, die sich unter englischem Rasen nicht finden, außerdem ist das Ausgraben verboten.

 

In der Nähe wachsen Pflanzen, die auch nur an solchen Standorten zu finden sind: Torfmoos, Schachtelhalme, Seggen, Binsen, Wollgras, Heidekraut und Glockenheide, Heidelbeeren, Wacholder, Birke,Weide, Erle, Esche ... Nur Eichen mögen sie offensichtlich nicht.

 

Auch im Fall des Knabenkautes ist der Mensch der größte Feind: Mit Ausdauer werden feuchte Wiesen trocken gelegt oder zur Unzeit gemäht. Auch der Nachbar unserer Wiesen liebt die orchideenfreie Zone. (uku 2013/02).


Tümpel für die Gelbbauchunken

Im Herbst 2014 wurden im staunassen Randbereich der Orchideenwiese Temporätgewässer angelegt. Die Amphibien werden wohl nicht lange auf sich warten lassen. (uku 12/2014)