Arbeitskreis Insektenschutz

Der Rückgang der Insekten nicht nur bei der Artenzahl, sondern auch der Gesamtmasse, ist schon seit längerem bekannt, wurde jedoch im Herbst 2017 durch die schockierenden Ergebnisse einer Langzeitstudie in die öffentliche Wahrnehmung gerückt. Was bislang nur eines von vielen unserer Arbeitsthemen war, stand plötzlich im Fokus der Medien.

 

Der im April 2018 gegründete Arbeitskreis Insektenschutz hat es sich zur Aufgabe gemacht, Informationen zum Insektenschwund zu sammeln und zu teilen, Wege für den Insektenschutz zu erarbeiten, Beteiligte zu vernetzen und Politik wie Privatleute dazu aufzufordern, sich für den Schutz der Vielfalt einzusetzen.


Aufruf zum Insektenschutz

Was ist mit all den Insekten geschehen? Warum geht ihre Zahl zurück? Was kann jeder einzelte dagegen tun, wo muss die Politik handeln? Die wichtigsten Infos und Tipps haben wir in unserem Aufruf zum Insektenschutz für Sie zusammengefasst.

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Der Blumengarten

Blumen stellen eine wichtige Nahrungsgrundlage und einen Lebensraum für Insekten dar. Leider gibt es sie wegen der industrialisierten Landwirtschaft und makellos gepflegter Rasenflächen kaum noch. Wir geben hier Tipps, wie Sie einen blumenreichen Garten erschaffen und erhalten können. Dies geht sowohl mit viel wie auch mit sehr wenig Aufwand - mit ganz unterschiedlichen Ergebnissen, die jedoch alle eine Bereicherung für Mensch und Natur darstellen.

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Gehölze für Insekten

Sträucher und Bäume sind für Insekten genauso interessant wie Blumen, viele Insekten haben sich sogar auf das Leben am und vom Baum spezialisiert. Die frühe Blühte der Weiden stellt die erste große Nektar- und Pollenquelle für Hummeln und Bienen dar. Ohne den Faulbaum gäbe es keine Zitronenfalter. Somit sollten nicht nur Blumenwiesen, sondern auch heimische Sträucher und Bäume gefördert werden.

Wir stellen Ihnen hier eine Liste mit über 70 Arten vor:

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Insektenhotel

Auch Wohnraum wird für Insekten immer knapper. Totholz, Felsen, Natursteinmauern, Brachflächen: Die natürlichen Habitate müssen dem Ordnungswahn der Menschen weichen. Insbesondere in Siedlungsbereichen können daher künstliche Insektenhotels Abhilfe schaffen. Hier erfahren Sie, worauf dabei zu achten ist.

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Weitere Möglichkeiten

Es gibt viele Möglichkeiten, den Insekten und der sonstigen Vielfalt der Natur zu helfen. Neben der Schaffung neuer Lebensräume im eigenen Garten können Sie auch als Konsument, Wähler und engagierter Bürger viel tun.

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Mehr Infos zum Thema

Wir haben einige Links zu Webseiten sowie ausgewählte Literatur zum Thema Insekten und Insektenschwund zusammengestellt. Diese Listen erweitern wir laufend.



Aktuelles zum Arbeitskreis

Bambus & Schilf gesucht!

Für den Bau von Insektenhotels benötigen wir viel Bambus und Schilf. Werden die innen hohlen Stängel in kurze Stücke geschnitten, können darin Wildbienen und Solitärwespen brüten. Wegen der sich von allein ergebenen, unterschiedlichen Lochdurchmesser finden viele Arten eine geeignete Kinderstube. Kombiniert mit einigen anderen Materialien lassen sich so ideale Insektenhotels basteln. Diese entstehen bei uns zumeist im Rahmen von Bastelaktionen mit Kindern, aber auch für verschiedene andere Projekte.

 

Leider gehen unsere Vorräte zur Neige. Wer in seinem Garten Bambus oder Schilf stehen hat und diesen zurückschneidet, kann uns das Material gern zur Verfügung stellen. Die Bambusstangen sollten zum Transport astfrei und ca. 2-3 m lang sein. Bitte keine jungen (diesjährigen) Bambusstangen, denn diese sind nicht ausreichend verholzt.

 

Im Raum Eitorf, Ruppichteroth, Hennef, Siegburg und Sankt Augustin können wir das Material gern abholen. Außerhalb dieses Bereichs würden wir uns über eine Anlieferung freuen. In jedem Fall nehmen Sie bitte Kontakt mit uns auf, nutzen Sie dafür einfach das Kontaktformular.

Vielen Dank!


Insektenschwund - Vortragsabend mit Diskussion am 15.05.2019 um 19:00 Uhr in Troisdorf, Burg Wissem

Distelfalter an Rotklee. (Foto: Roland Steinwarz)
Distelfalter an Rotklee. (Foto: Roland Steinwarz)

Ort der Veranstaltung: Raum "Wahner Heide" in der Burg Wissem, Burgallee1, 53840 Troisdorf

 

Artenschwund ist nicht nur ein Problem tropischer Wälder oder ferner Meere. Der Artenschutzbericht des Biodiversitätsrates, der am 6. Mai 2019 in Paris vorgestellt wurde, zeigt dies in eindrücklicher Weise auf. Der Verlust von Arten trifft uns auch hier in Deutschland.

 

Aber wir verlieren nicht nur viele Pflanzen- und Tierarten, auch ihre Masse nimmt ab. Den massiven Schwund an Masse unserer Insekten zeigen die Langzeitstudien des Entomologischen Vereins Krefeld auf. In ihrer Dramatik ist uns die Situation vielleicht noch gar nicht bewußt geworden, empfinden wir es doch als angenehm, über Wiesen und an Bächen entlang spazieren zu gehen, ohne von Bremsen und anderen lästigen Insekten gepiesackt zu werden. Welcher Autofahrer denkt nicht mit Unbehagen an die Zeiten zurück, in denen auf längeren Autobahnfahrten spätestens nach zwei Stunden die Windschutzscheibe vom Brei der aufgeschlagenen Insekten befreit werden musste, damit er wieder freie Sicht hatte. Heute haben die Insekten die Lufthoheit verloren.

 

Aufklärung ist wichtig: Aufklärung über die Hintergründe und das, was bisher falsch gelaufen ist, aber auch darüber, was jeder als Einzelner tun kann aber auch, was sich auf politischer Ebene ändern muss.

 

Der Informationsabend soll aufklären, Hilfestellung für das eigene Tun geben und Anreize setzen, sich für den Artenschutz einzusetzen.

 

Die Referenten und ihre Vorträge:

 

Ilona Steffen, Referentin für Natur- und Umweltschutz im NABU NRW
Insektenschwund - Daten, Zahlen, Fakten

 

Karl Heinz Jelinek, Sprecher des Landesfachausschusses Entomologie des NABU NRW
Ein Garten für Schmetterlinge

 

Klaus Weddeling, Biologische Station Rhein-Sieg-Kreis
Alles im grünen Bereich? - Fördermöglichkeiten für Artenvielfalt in der Landwirtschaft

 

Dr. Hans-Bernd Bendl, Amt für Umweltschutz der Stadt Troisdorf
Blühendes Troisdorf - Biodiversität in einer Stadt

 

Als Moderator konnte Dr. Dieter Steinwarz, Leiter der Biologischen Station des Rhein-Sieg-Kreises, gewonnen werden.

 

Im Anschluss ist Gelegenheit für Fragen und Diskussion gegeben.

 

Die Referate werden jeweils ca. 15 - 20 Minuten Zeit in Anspruch nehmen, so dass mit einer Dauer der Veranstaltung bis ca. 21 Uhr zu rechnen ist.


Gartenwettbewerb "Hennef summt"

Die Stadt Hennef veranstaltet im Sommer 2019 in Zusammenarbeit mit der Agenda 21 den Wettbewerb insektenfreundlicher Garten unter dem Motto „Hennef summt“. Gesucht wird der insektenfreundlichste Gartenraum. Ziel des Wettbewerbs ist es, Menschen mit Gärten aller Größen, vom Balkon bis zum Park, anzuregen, ihre Gartenwelt umwelt- und insektenfreundlicher zu gestalten. Bewertet wird das zur Verfügung gestellte Angebot an Nahrung und Lebensraum für Insekten, aber auch Strukturreichtum, die gestalterische Qualität und Nachhaltigkeit der Gartenanlage. Dieser Wettbewerb ist auch für Einsteiger geeignet. Gartenbesitzer können in den Kategorien kleine Gärten (bis 150 m²), mittelgroße Gärten (150-500 m²) und große Gärten (über 500 m²) teilnehmen. Zu gewinnen gibt es Gartenreisen, Sach- und Buchpreise. Ein Sonderpreis wird für die Kategorie Balkone vergeben. Die schönsten Fotos kommen in den Hennefer Gartenkalender 2020.

Mehr Infos auf www.hennef.de und agenda21-hennef.de


Wiesenblumensiedlung: Paradies für Mensch und Natur

(Foto: Daria Mahieu)
(Foto: Daria Mahieu)

Der Bürgerverein Wiesenblumensiedlung e.V. in Sankt Augustin hat über viele Jahre auf einem ehemaligen Baugrundstück eine Grünfläche für die Anwohner geschaffen. Diese dient als Park, Treffpunkt, Spielplatz und für Feste. In diesem Frühjahr haben fleißige Mitglieder des Bürgervereins begonnen, auf verschiedenen Teilflächen des Geländes insgesamt über 100 m² Blumenwiesen anzulegen. Im Frühling zeigt sich schon jetzt ein beeindruckendes Naturschauspiel.

 

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Termin: Anlegen einer Blühwiese

Nahrung für Insekten und Schönes für‘s Auge – das sind zwei Gründe im heimischen Garten tätig zu werden und langweiligen Rasen in eine Blühwiese umzugestalten.

 

Wer sich mit diesem Gedanken trägt, aber noch Tipps für die Umsetzung braucht, kann sich diese am Freitag, 5. April um 16 Uhr in Hennef holen. Dann säht BlüHen, eine Arbeitsgemeinschaft der Agenda21, Gruppe Hennef, auf einem ca. 80qm großes Rasenstück eine Blühwiese ein. Mit dabei ist Klaus Weddeling (Dipl. Biol.) von der Biologischen Station im Rhein-Sieg-Kreis, der gerne Fragen rund um dieses Thema beantwortet.

 

Bitte anmelden, mehr Infos auf agenda21-hennef.de/index.php/arbeitsgruppen/ag-bluehen-direkt


Neue Agrarpolitik jetzt!

58 Milliarden Euro zahlen wir jährlich für Agrarsubventionen. Das sind 114 Euro pro EU-Bürger. Doch nur ein Bruchteil davon fließt an Landwirte für naturverträgliche Maßnahmen.

Das muss sich jetzt ändern - mit einer Reform der EU-Agrarpolitik!

Schreiben Sie Ihrem EU-Abgeordneten Ihre Wünsche für eine naturverträgliche Landwirtschaft.

 

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Macht mit! Gebt Insekten ein Zuhause!

Die Medienberichte über das Insektensterben häufen sich. Es ist an der Zeit, viel mehr für die Insekten zu tun. Daher hat sich auch im NABU Rhein-Sieg eine Insektenarbeitsgruppe zusammen geschlossen, um mitzuhelfen, den Insekten ein Zuhause zu geben.

 

Machen Sie mit, als

  • Aktive, die einen Beitrag zum Insektenschutz leisten möchten;
  • Gemeinden, die ihre Flächen durch Blühstreifen und Blühinseln aufwerten.

So kann ein artenarmer Rasen in ein Insektenparadies verwandelt werden.

 

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Fotos: © Wiebke Dallmeyer-Böhm und © Roland Steinwarz


Insektenexkursion zum Leyenweiher

Foto: Dr. Hannes Petrischak
Foto: Dr. Hannes Petrischak

Am 23. Juni trafen sich 12 Erwachsene und 3 Kinder unter Leitung von Carl-Peter Blumenthal. Geplant war ein Spaziergang durch einen kleinen Bereich der Wahner Heide und vorbei am Leyenweiher.

 

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